Dienstag, 1. Februar 2005

dead end

jetzt ist der punkt gekommen, wo ich gerne jemanden zum reden hätte. dinge mit sich selbst auszumachen ist gut und schön und vor allem sicher. aber manchmal belastet es doch. und ratschläge kann man sich selbst auch nur schlecht geben.

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vollschuss

was mir immer deutlicher bewusst wird, ist, dass manche hindernisse tief in mir drinnen sind. erziehungsbedingt. weil wenn du von klein auf hörst, tu das nicht, das ist zu gefährlich, probier jenes lieber nicht aus, das hat diese und jene nachteile und dich auch dran hältst, dann behältst du diese einstellung ein leben lang bei. und wirst nie irgendwelche erfahrungen machen, weil du die geistig eh schon im vorhinein durchkalkuliert und für zu riskant befunden hast. und du lernst auch nicht, darauf zu vertrauen, dass die sachen, die du dir ausgesucht hast, möglicherweise genau das sind, was du willst und dass du mit der situation gut zurecht kommen wirst, wenn du dich erst einmal in sie hineinbegeben hast.

ich dagegen habe immer angst. angst zu scheitern. angst "dumme" dinge zu tun. möglicherweise haben meine eltern - insbesondere meine mutter - mit manchem schon recht... vielleicht haben sie eh generell recht... trotzdem ist ausprobieren auf dauer wahrscheinlich seeliger als immer von vornherein zu sagen, das kann ja nichts werden.

ein gegenbeispiel: eine bekannte hat mit 20 von ihren eltern einen reitstall gekauft bekommen (ok, dazu kann man jetzt stehen wie man will) - und ist ein paar wenige jahre später damit baden gegangen... jetzt macht sie halt was anderes. und ein paar jahre später wird sich wohl wieder etwas anderes machen... lebenskünstler sagt man dazu wohl. ein ausdruck und eine lebensweise, die mir völlig fremd ist. aber immerhin hat sie es probiert. dinge probiert zu haben, hat auch eine qualität.

ich hingegen habe in meinem leben nicht viel probiert, angefangen von beziehungen bis zum ganzen rest. gut, ich hatte auch nie wirklich das bedürfnis. aber wenn auch nur irgendwo ein funke an "unvernunft" da war, wurde er im keim erstickt. vielleicht zu meinem besten, vielleicht aber auch nicht. man darf es nicht falsch verstehen: ich mache niemandem vorwürfe, meine eltern haben es sicher gut gemeint und vielleicht haben sie auch das richtige getan. aber es hat halt damit geendet, dass ich niemand bin, der einfach hergeht, seinen job kündigt und sagt, ich werde jetzt maler, schriftsteller, schauspieler oder sonst etwas "nicht sicheres". ich überlege immer sehr genau, was ich habe, was ich aufs spiel setze und was ich möglicherweise verlieren könnte. was vielleicht ohnehin intelligent ist. was vielleicht auch verhindert, dass du eines tages ohne einen einzigen euro dastehst - aber es verhindert halt auch sonst so einiges. konservativ sagt man dazu wohl. ist ja auch nichts schlechtes. nur bringt konservativ halt nicht gerade die leute hervor, die sich ins leben hineinfallen lassen, es bis zum letzten genießen, probieren, eins auf die nase kriegen und unverdrossen wieder aufstehen. und daran reifen.

das ist es wohl: das wieder aufstehen müssen ist mir bisher weitgehend erspart geblieben. ok, ja, ich bin auch schon bei prüfungen durchgefallen, hab blöd dagestanden, etc. aber mir ists noch nie passiert, dass ich wirklich mit etwas gescheitert bin. oder sagen wir so: dass ich die möglichkeit hatte zu scheitern. ich war immer auf der sicheren seite. nur kein risiko eingehen. ich bin jemand, der sich mit einer sache, die nur halbwegs gut ist, zufrieden gibt, weil er glaubt, das ultimative glück gibt es ohnehin nicht. ich mache sehr leicht kompromisse. was vermutlich ohnehin gescheit ist, weil das leben besteht nun mal aus kompromissen. andererseits gibt es da halt auch den wunsch, einmal unvernünftig zu sein, sachen einmal auszuprobieren... und zwar in einem stadium, wo kein ausprobieren mehr drinnen ist. ich bin im moment drauf und dran, mich in etwas hineinzustürzen, von dem man - ich - eigentlich schon vorher weiß, dass es nur schief gehen kann. einfach nur, um es wirklich zu wissen. zu wissen, dass es wirklich nicht sein sollte. was ja geradezu idiotisch ist.

mit manchen dingen sollte man nämlich einfach nicht spielen. weil sie zu wertvoll sind. insbesondere wenn es sich um menschen handelt. man hat eine gewisse verantwortung, und zwar nicht nur sich selbst, sondern auch anderen gegenüber. ist zumindest meine einstellung. andere sollen nicht die leidtragenden sein, nur weil ich gerade einen rappel habe und mir einbilde, ich müsste ausprobieren, was ich irgendwann einmal versäumt habe. vor allem, wenn ohnehin auf der hand liegt, dass es das ganze nicht bringt.

ich weiß eigentlich auch nicht, warum ich im moment einen derartigen vollschuss habe. muss wohl irgendwie am mond liegen... hoffentlich liegt es am mond. dann besteht nämlich die chance, dass ich in absehbarer zeit wieder richtig ticke.

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ich beneide die leute, die in der pubertät rebelliert haben. die in der pubertät ausprobiert haben. die habens nämlich jetzt hinter sich. mit fast 30 braucht man auch nicht mehr anfangen.

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angepisst aufs leben. auf mich.

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echt f*tt

hier ist wirklich immer was los... hier bei mir im büro. entweder man trifft auf helmut zilk, so wie ich letzten freitag, oder man trifft auf jemand anderen... heute war es zur abwechslung einmal robert plfrader, der mindestens zwei stunden lang im aufzug gefahren ist (und vermutlich noch immer fährt), um leute für "echt ftt" zu verarschen. er hat die geduld seiner mitfahrer auf eine harte probe gestellt, weil er, sobald er im aufzug war, alle stockwerke gedrückt hat und dann in jedem ausgestiegen ist und "uschi" gebrüllt hat. die leute, die draußen auf den lift gewartet haben, haben irgendwie etwas seltsam geschaut... war witzig. :-)

ich hoffe nur, ich komm jetzt nicht ins fernsehen.

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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen.
by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich
by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren...
by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn...
by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr...
by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch...
by pan (02.07.14, 20:40)
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by pan (02.07.14, 20:26)
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