Sonntag, 7. März 2004

Airport (application/msword, 523 KB)

genial!

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Donnerstag, 4. März 2004

about me

ich bin der typ, der, wenn jemand per mail eine lesebestätigung fordert und ich es in der hand habe, diese zu geben, aus prinzip keine gibt. weil ich mich nicht gerne überwachen lasse. umgekehrt bin ich aber diejenige, die lesebestätigungen anfordert. was immer uns das jetzt sagt.

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Mittwoch, 3. März 2004

try hempfling

eins habe ich in meinem bisherigen leben gelernt: gehe mit großen erwartungen an eine sache ran und du kannst dir sicher sein, dass die sache in die hose geht. und es ist heute auch voll in die hose gegangen. was immer das auch werden sollte.

zur vorgeschichte: ich lese seit fast einer woche ein buch von einem... hm ja... pferdeflüsterer mag er nicht... pferdeschamane, glaube ich, nennt er sich. einer, der eine zeit lang eine ähnliche hysterie wie monty roberts ausgelöst hat jedenfalls. einer, der nachweislich wirklich einen draht zu pferden hat. er befasst sich mit einem pferd und nach oft nur wenigen minuten ist das pferd ein komplett anderes. davon gibt es fotodokumente und videos, das stimmt auf jeden fall. bzw. hat er auch genug livevorführungen gemacht. er jedenfalls ist der ansicht, dass diese sache jeder lernen kann. dieses kommunizieren mit dem pferd. das pferd, dein bester freund. ein pferd, das du ohne sattel und zügel reiten kannst, das auf dich rücksicht nimmt und dich respektiert. kurz: der stoff aus dem die träume sind. davon träumt wohl jeder, der näher mit pferden zu tun hat. die mehrheit kann davon jedoch auch nur träumen.

problematischerweise ist der schlüssel zu dieser sache für den durchschnittsmenschen nicht greifbar. es werden nämlich keinerlei konkrete anweisungen gegeben, wie man so ein verhältnis zu seinem pferd aufbaut. also ja, sicher, es werden anweisungen gegeben und ich glaube schon, dass er sich wirklich bemüht hat, das wiederzugeben, was er spürt, wenn er mit den pferden beisammen ist. aber dem durchschnittsmenschen hilft diese fast schon esoterische schiene (Sei um Klarheit bemüht. Ertrage das Chaos. Erkenne dich selbst und erkenne dein Pferd etc.) leider nicht viel.

ich muss zugeben, mir hat das buch sehr getaugt, weil es, wie gesagt, mindestens genauso auf lebensweisheit und erkenntnis ist wie auf pferdeverstehen - aber: für den besseren umgang mit einem pferd hilft das buch nur sehr sehr bedingt. das ist zumindest das, was ich heute definitiv am eigenen leib erfahren habe und auch viele andere personen sagen.

nichtsdestotrotz - ich heute voller elan in den reitstall: ich ruhe in meiner mitte. ich respektiere mein pferd. ich werde nur das tun, was es mich tun lässt. ich bin eins mit dem universum. oder so. oder auch nicht. faktum war jedenfalls, dass mir mein pferd was gesch***en hat. so nach dem motto, was willst du eigentlich von mir, gib mir ein leckerli oder verschwinde!

gut, es funktioniert nicht. also der nächste versuch: wir reiten mit einem bare-back-pad, einem mittelding zwischen sattel und decke. eine art ohne sattel reiten mit griff. oder so. fazit von dem ganzen war, dass ich ca. 5 minuten mit diesem pad geritten bin, dann abgesessen bin, das pferd genommen und in den stall geführt habe, weil es einfach nicht machbar war. nicht wegen dem pad, aber wegen dem wind. wenn du dich nämlich ohne steigbügel und gescheiten sattel auf ein völlig überdrehtes pferd setzt, das beim kleinsten nichts zur seite hüpft und im galopp davonstürmt, dann zeugt das nicht gerade von großer intelligenz. sowas macht nur jemand, der entweder sehr mutig oder sehr dumm ist. und heute wollte ich nicht mutig sein, zumal mein fuß vom letzten sturz vor drei wochen noch immer geschwollen ist. normalerweise würde ich echt nie vom pferd absteigen und dem pferd seinen willen lassen, weil sonst macht es das gleiche ja beim nächsten mal wieder. aber heute hab ich mir echt gedacht, ich bin ja nicht lebensmüde, das zahlt sich gar nicht aus. vor allem, weil es wirklich am wind lag, dass er so spinnert war.

das longieren - erster versuch - ging dafür überraschend gut, geradezu sehr gut. nur mit stallhalfter und ohne gerte hat er wirklich alles gemacht, was ich von ihm wollte. zum schluss hatte ich dann auch noch mein erfolgserlebnis, nämlich als ich mit ca. einem halben meter abstand neben dem pferd ein paar runden um die bahn gegangen bin und er total auf mich reagiert hat. ich brauchte nur stehenzubleiben ohne die longe auch nur irgendwie kürzer zu nehmen und er ist auch stehengeblieben. ich mache einen schritt und er macht auch einen. ich trabe, er trabt mit. ohne irgendeine auffordeurng meinerseits. einfach so, einfach weil ich getrabt bin. zumindest sofern ich ihm nicht zu langsam gelaufen bin und er mein tempo mühelos auch im schritt halten konnte. :-) und alles immer exakt im gleichen abstand. wirklich brav.

so hat der tag also doch noch einen guten ausklang gefunden und ich bin zumindest nicht ganz frustriert heimgekehrt. eine lehre bleibt mir aber doch: hüte dich vor überspannten erwartungen, insbesondere vor jenen, die schon von vornherein nicht sehr realistisch sind.

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Dienstag, 2. März 2004

in uns

heute vormittag bzw. auch noch einmal am nachmittag habe ich mich wahnsinnig über jemanden aufgeregt. weil mich im moment alles an ihm aufregt. dabei bin ich für gewöhnlich durch menschen, die mir nicht sehr nahestehen, nicht so schnell auf die palme zu bringen. aber er regt mich einfach auf: in der letzten zeit kriege ich am tag tausend mails, wie mein wochenende war, was ich gemacht habe und wann ich denn zeit habe, mit ihm wieder einmal essen zu gehen. und ob ich nicht nach der arbeit auch noch was mit ihm trinken gehen will. er macht mir permanent komplimente (ich bin so attraktiv, so nett und ich soll doch bitte so bleiben wie ich bin), er ruft mich in den letzten wochen wegen jedem schmarrn an - und vor allem: das ganze ist immer so von unten herauf. er klingt furchtbar enttäuscht, wenn ich einmal keine zeit habe, mit ihm essen zu gehen, schaut mich dann leidend mit dackelblick an und würde sogar termine mit anderen leuten verschieben, nur damit er in meiner gesellschaft sein kann.

einerseits - ich gebe es zu - ist das alles ja ganz nett und schön und schmeichelt auch bis zu einem gewissen grad. aber auf der anderen seite ist es für mich wahnsinnig nervend. wirklich extrem nervend. so nervend, dass ich für meine verhältnisse schon manchmal ziemlich unfreundlich bin. das problem an der sache ist vielleicht nur das, dass er das nicht mitkriegt, weil es, wenn ich für meine verhältnisse unfreundlich bin, wahrscheinlich immer noch nicht unfreundlicher ist als sich andere leute im alltäglichen leben normal verhalten. aber gut, das ist jetzt nicht das thema. das thema ist das, dass mir dieses von unten nach oben absolut nicht liegt. dass ich vor so jemandem auch keinen respekt haben kann. nicht als freund, geschweige denn als partner. und dass mich so ein verhalten, so ein vergöttern einer person, wahnsinnig aufregt.

eingedenk dieser tatsache habe ich mich heute abend an eine aussage erinnert: alles, was dich an anderen ärgert, stört oder aufregt, trägst du selber in dir. das sind die sachen, die du selber irgendwo in dir hast - die du allerdings nicht magst. diese eigenschaften stören dich an dir und deshalb stören sie dich noch mehr an anderen menschen. und mit dieser aussage macht das ganze irgendwo für mich sinn. was nicht nur für den heutigen tag ein ziemlicher fortschritt ist.

wissen, wie ich dem ganzen in zukunft begegne tu ich zwar auch mit dieser erkenntnis nicht wirklich, aber mich hat das ganze zumindest zum nachdenken gebracht. und das ist wohl das wichtigste dabei.

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schizophrenie

manches ist schwer. schwer zu formulieren. gefühle, die im augenblick da sind. es gibt bücher, die einen für kurze zeit verändern. vielleicht nicht für die dauer des lesens, aber dafür wenigstens für kurze momente. der traumfänger ist so eines. oder das buch, das ich gerade gelesen habe bzw. auch in zukunft immer wieder lesen will. manchmal findet man in einem buch erkenntnisse. sachen, die sich lohnen würden, auszuprobieren. nur: es scheitert sehr oft an der umsetzung. es scheitert im grunde auch an der welt, in der wir leben. es scheitert oftmals an der umgebung.

vielleicht ist es nicht richtig, die schuld auf andere abzuschieben, aber man wird doch irgendwo von seiner umwelt geprägt. man lebt in einem bestimmten rahmen, anhand dessen man sich definiert. ein buch bricht teile auf, manches bleibt irgendwo zumindest im unterbewusstsein haften - aber kurze zeit später ist man wieder im alten trott drinnen.

wobei es schon sachen gibt, die ich verinnerlicht habe. das mit dem schnupfen zum beispiel. ich bin der festen überzeugung, dass ich, wenn ich keinen schnupfen will und umstände schaffe, die nicht zulassen, dass ich dermaßen geschwächt bin, dass ich offen für eine krankheit bin, dass ich dann auch auch keinen schnupfen bekomme. so einfach und so kompliziert ist das.

wobei ich auch bei mir diese schizophrenie merke: immer wieder kommt von irgendwoher durch, dass heilung an sich eigentlich nur von innen kommen kann: der körper heilt sich selbst. punkt. etwas, an das ich einerseits glaube. aber eben nur einerseits. weil andererseits: was macht man, wenn man mal etwas "ernsteres" hat? man geht zum arzt, der verschreibt eine tinktur oder eine salbe oder pulver oder sonstiges und verarztet einen nach den klassischen regeln der schulmedizin. und auch wenn mir das mitunter widerstrebt - wie viele alternativen habe ich denn letztendlich?

ich hatte in der letzten zeit hie und da das eine oder andere: ein ganglion am rechten handgelenk, ein knie, das kurzzeitig nicht mehr so funktioniert hat wie vorher, wochenlang einen geprellten brustkorb, seltsame symptome am rechten fuß, die dazu geführt haben, dass ich einen abend lang überhaupt nicht mehr gehen konnte und am nächsten tag bei jedem schritt mit einem rückfall rechnen musste - und es war auch wochen später nicht endgültig vorbei -, seit november spürbare verspannungen im rücken, die teilweise so arg waren, dass mir mein hausarzt eine infusion gegeben hat. und so weiter und so fort. einmal war dies, einmal jenes. und wohin bin ich gegangen? zum praktischen arzt natürlich. ins spital. zum röntgen. zum orthopäden. das höchste der gefühle war der osteopath. ehrlich gesagt hätte ich auch nicht gewusst, wohin ich mich sonst hätte wenden sollen.

und haben mir die schulmediziner geholfen? teilweise ja, teilweise waren sie genauso ratlos. die meisten sachen sind jetzt auch schon wieder weg bzw. deutlich schwächer als sie schon einmal waren, so dass ich damit leben kann. aber generell: ich hätte nicht gewusst, wohin ich sonst hätte gehen sollen. ich meine: wenn ich schmerzen im fuß habe, gehe ich zum orthopäden. vielleicht ist das falsch, vielleicht geht man zu den anderen erst, wenn mit der schulmedizin wirklich nichts mehr zu machen ist. wahrscheinlich ist es so und bei mir war es gottseidank nicht so weit. aber ich sehe an mir, dass ich, obwohl ich vom gegenteil überzeugt bin, nämlich davon, dass der körper sich selbst heilen kann und man bei gröberen problemen einfach jemanden braucht, der ihn dazu führen kann - ja, dass ich trotzdem bei der schulmedizin versumpere. ich würde auch nie auf die idee kommen, wenn ich hohes fieber hätte, mich anders als nach den gewohnten und bisher bewährten richtlinien zu verhalten. im fall von fieber ist das wahrscheinlich eh auch wurscht, aber was ist mit den anderen sachen? mein denkszenario ist krebs: was tust du? sagst du, ihr könnt mich alle mal mit eurer chemo und euren medikamenten? sagst du, ich gehe zum - ja, wohin denn eigentlich? - alternativmediziner - welchem auch immer - und arbeite meine psychischen probleme auf, damit mein körper wieder ins lot kommt? ich möchte wirklich nicht vor der wahl stehen. das ist diese gewisse schizophrenie, die ich in mir habe. ein kleiner ausschnitt davon.

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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen.
by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich
by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren...
by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn...
by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr...
by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch...
by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass...
by pan (02.07.14, 20:26)
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