Mittwoch, 31. August 2005

putzen, first try

komisches gefühl, jetzt gerade. zu wissen, dass jemand fremder in der eigenen wohnung ist. es war nämlich noch nie jemand fremder alleine in der wohnung... bestenfalls die eltern, wenn wir im urlaub waren. ist irgendwie gewöhnungsbedürftig. also eigentlich eher nur lustig, weil ungewohnt. aber dennoch seltsam.

jedenfalls bin ich neugierig, wie die wohnung heute abend aussieht. ich nehme an, besser. sehr viel besser.

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yoga ff

was mich derzeit am yoga so begeistert, sind die ersten kleinen erfolge. in concreto: die kamelstellung und das rad.

kamelstellung ist mit aufgestellten zehen knien, kopf in den nacken, arme gestreckt nach hinten und sich auf den fersen aufstützen - anfangs ein paar sekunden, später dann 2 minuten. begonnen hat es damit, dass ich nicht einmal sicher war, ob ich überhaupt nach hinten komme... und nach wenigen sekunden war ich fertig. mittlerweile, beim dritten oder vierten versuch, klappt es schon zwanzig sekunden. detto das rad, gemeinhin auch als "brücke" bekannt. kann jedes kleine kind, aber kaum ein erwachsener mehr. ich natürlich auch nicht. anfangs hatte ich auch hier die totale panik, dass es mich hinhaut und ich mir das genick breche. keine ahnung, ob begründet oder nicht. mittlerweile schaffe ich die brücke zumindest bereits ein paar sekunden. gestern 3x15. ist nicht die welt, aber zumindest ein anfang. sooo oft probiert hab ichs ja auch noch nicht...

es ist lustig, dass mich das so begeistert. dass ich derzeit meinen ehrgeiz dransetze, die stellungen eine nach der anderen zu beherrschen. einerseits natürlich wegen der körperlichen gesundheit, andererseits will ich es einfach können. warum, weiß nur gott und das universum. weil jedem anderen wäre es vermutlich völlig blunzn, ob er jetzt die brücke kann oder nicht. aber ich bilde mir halt derzeit ein, dass ich meinen körper nicht verkommen lassen will, dass ich beweglich bleiben will. bzw. merke ich halt bereits jetzt die positiven auswirkungen des yoga: die verdauung hat einen sprung von null auf hundert gemacht und das ist ja schon mal ganz schön.

endziel - ok, nicht endziel, weil es gibt kein endziel, aber zumindest halt ein ziel ist, dass ich irgendwann einmal den kopfstand kann. eigentlich eine pimperlsache, weil als kind hatte ich kein problem damit, an einer wand schon gar nicht - aber jetzt, als erwachsener, ist das mit der blutumkehr so eine sache... und 30 minuten verkehrt stehen kann ich mir sowieso nicht vorstellen. darauf leg ichs aber auch nicht an.

naja, wie auch immer: die hauptsache ist, dass es mir spaß macht und dass ich mich damit (noch) besser fühle. und das ist derzeit der fall.

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Montag, 29. August 2005

yoga

alle machen golf - ich mache yoga. alle reden über golf - kein schwein interessiert sich für yoga. tja.

so oder so ähnlich lässt sich mein derzeitiges "problem" zusammenfassen. denn es ist natürlich super, wenn du zu viert im lokal sitzt und die anderen drei stunden lang über golf und nichts anderes reden... ich spiele nun mal kein golf, ich bin nicht talentiert, es interessiert mich auch nicht. und über die golfetikette will ich sowieso nichts sagen, weil sonst ärgere ich mich nur unnötig. ich kann beim thema golf ziemlich heiß laufen, was aber nur die wenigsten verstehen.

und ja: yoga ist halt diametral entgegengesetzt dazu, zumindest in meinen augen: kein richtiger "sport", sondern besinnung nach innen. keine durchgestylten leute, keine großartige ausrüstung, keine sichtbaren ergebnisse, optisch unspektakulär... und doch um so vieles wertvoller als vieles andere. möglicherweise. wenn man es durchhält.

und ob ich es durchhalte, das weiß ich noch nicht. weil halt doch immer genug zeit dafür draufgeht. weil ich die zeit teilweise einfach nicht habe. weil ich mit niemandem darüber reden kann. weil es sowieso niemand kapiert. weil es eigentlich auch kein sport, sondern eine lebenseinstellung ist. weil ich gar nicht weiß, wie sehr ich in diese richtung gehen will oder soll, wenn niemand mitgeht. weil ich nicht weiß, ob es gut ist, wenn sich mein denken und fühlen noch mehr verändert.

und trotzdem: es ist ein weg. einer, den ich zumindest eine zeitlang gehen will.

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Donnerstag, 25. August 2005

nur ein paar stunden

einmal in meinem leben gehe ich nach langer zeit wieder mal in eine buchhandlung und lese dort drei stunden oder was vor mich hin. bücher übers leben. bücher übers sterben. bücher, die einem zeigen, wie man es vielleicht packen kann. und was rauskommt, ist das...

tsa.

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[im fluss]

je älter ich werde, desto weniger verstehe ich leute, die rauchen, trinken und sich einen dreck um ihren körper kümmern. ihn verkommen lassen. ich verstehe aber auf der anderen seite auch wiederum leute nicht, die sich im fitnesscenter zu tode quälen, aufbaupräparate nehmen und nach wegen sinnen, um immer besser auszusehen, immer mehr muskeln zu haben. ich verstehe es einfach nicht. der prozess hat vor ein paar jahren begonnen - man könnte sagen, mit dem bänderriss bzw. mit meinen kreuzschmerzen und dem unerklärbaren stechen im fuß - und er entwickelt sich immer weiter.

ich will wirklich nicht, dass es so weit geht, dass ich eine intoleranz gegen solche leute entwickele (tu ich eh nicht, weil da müsste ich ja gut die hälfte der weltbevölkerung hassen) oder auf leute, die oben genannte dinge tun, herabsehe, aber eigentlich erstaunt es mich wirklich immer mehr, was leute ihrem körper antun. dass leuten ihr körper und ihre gesundheit so völlig wurscht ist.

ja, ok, ich bin selbst keine heilige, bei gott nicht! ich esse mehr schokolade als der durchschnittsmensch, schokolade in rauen mengen, könnte man sagen. aber das ist etwas, was ich als laster akzeptiert habe und das ich versuche, in grenzen zu halten. ich esse mittlerweile meist "nur mehr" einmal täglich schokolade, was für mich (für mich!) wenig ist. und das auch kontrolliert und meist nur ein paar stück. und ich habe - man könnte schon fast tick dazu sagen - in den letzten ein, zwei jahren die angewohnheit entwickelt, darauf zu achten, dass ich fünfmal am tag obst oder gemüse esse. und lustigerweise ist das mittlerweile eine totale automatik. ich komme so gut wie jeden tag auf zumindest vier portionen. ohne anstrengung. ich trinke, abgesehen vom täglichen kakao in der früh, eigentlich nur mehr mineral oder wasser und ich verstehe schon seit längerer zeit nicht mehr, dass es leute gibt, die sich mehr oder weniger durchgehend von almdudler, cola - auch wenn es light ist - und co ernähren... nein, bitte, niemand sagt etwas gegen eine dose red bull oder cola oder so! ich finde zwar nicht, dass man es braucht, aber jeder hat seine angewohnheiten... nur: wenn jemand am tag ein bis zwei liter von dem zeug trinkt, dann kann das doch bitte nicht wirklich gesund sein, oder?

mittlerweile weiß ich jedenfalls, was mein zentrales thema - mein zentraler wert - in den letzten jahren geworden ist: gesundheit. es geht nicht um kalorien (ja, ok, natürlich tut es das manchmal, aber nur vorübergehend auf ein paar tage und nie primär!), es geht nicht um muskelaufbau per se oder um schlank sein auf biegen und brechen - es geht um GESUNDHEIT! alles, was ich mache, mache ich in erster linie nicht mehr deswegen, damit ich abnehme, sondern weil ich weiß, dass es mein körper auf dauer braucht. der körper will und muss bewegt werden, weil er sonst verkümmert. klar gibt es auch immer wieder phasen, in denen ich - meist krankheitsbedingt - nichts tue und nach denen ich mich nur mehr schwer aufraffen kann, um wieder in den rhythmus zu kommen. aber die überzeugung und das wissen, dass es der körper braucht, hilft enorm.

ich glaube nicht, dass ich fanatisch bin, denn wie gesagt: ich betreibe das ganze nicht auf biegen und brechen, ich esse weiterhin meine schokolade und ab und an auch meine berner würstl oder spareribs. aber generell habe ich mittlerweile schon die tendenz, mich automatisch für die gesündere sache zu entscheiden, wenn ich auf zwei sachen gleich viel gusto habe.

und ja: es betrifft mich, es betrifft ausschließlich mich. ich will nicht missionieren, weil du kannst sowieso niemanden bekehren, wenn derjenige (noch) nicht so weit ist. ich will auch nicht intolerant sein und sagen, selber schuld, das hast du davon, dass du figurmäßig so aussiehst bzw. so oft krank wirst, eh klar bei der art und weise wie du dein leben lebst - aber tendenzen hab ich manchmal schon. ich versuch zwar, es nicht so weit kommen zu lassen, aber innerlich liegt mir manches vereinzelt schon auf der zunge.

naja. ist eh egal. es muss eh jeder sein leben so leben wie er glaubt, dass es richtig ist. ich komme auch mit jedem tag weiter davon weg, irgendjemanden zu irgendetwas bekehren oder jemandem etwas raten zu wollen, geschweige denn druck auf jemanden auszuüben. man kann input geben, man kann einmal anregen und vielleicht auch noch ein zweites mal - aber letztendlich ist jeder seines eigenen glückes schmied. ich bin niemand, der glaubt, jemanden vor sich selbst retten zu müssen, auch wenn ich nicht sicher bin, ob das nicht vielleicht manchmal angebracht wäre, weil nicht jeder die selbstverantwortung hat, die ich für meinen teil voraussetze.

aber ja: letztendlich ist es ohnehin so, dass man nie weiß, wie man es richtig machen soll. mischt man sich ein, kommen vorwürfe, tut man es nicht, möglicherweise genauso. vielleicht ist dieses sich auf biegen und brechen nicht einmischen und jeden selbst seine entscheidungen treffen zu lassen, ganz egal wie sie ausfallen, auch nicht richtig, aber ich kann mittlerweile eigentlich gar nicht mehr anders. respekt vor dem individuum, toleranz anderer meinungen und verhaltensweisen, der glaube an die selbstverantwortung jedes einzelnen - all das ist so tief verwurzelt, dass ich eigentlich gar nicht mehr anders handeln kann. und auch nicht will. möglicherweise ist das ein fehler, aber es ist halt so. es ist eine wertefrage. toleranz vor fürsorge. selbstbestimmung vor aufoktroyieren. mein persönliches wertesystem, das sich immer mehr ausprägt. keine ahnung, ob das gut oder schlecht ist. ich denke aber, es könnte schlimmer sein.

ok, aus, das versteht vermutlich sowieso niemand, geschweige denn ist es nachvollziehbar. aber eigentlich ist es egal. es ist ein text für mich. ein festhalten. vielleicht schaut es in zehn jahren ja bereits wieder ganz anders aus, was weiß man. das leben ist ein fluss, du weißt nie was es bringt, du kannst dich nur mit situationen abfinden. leute kommen, leute gehen, umfelder wechseln, alles ist im fluss. was mir vor fünf jahren noch völlig fremd war, ist heute um einiges vertrauter. und es lebt sich auch leichter damit. weil es nichts bringt, nicht loslassen zu wollen. manchmal muss man einfach loslassen, manchmal geht es nicht anders. zumindest in der theorie weiß ich das mittlerweile.

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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen.
by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich
by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren...
by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn...
by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr...
by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch...
by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass...
by pan (02.07.14, 20:26)
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