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20 questions pan, 9. November 2003 um 20:41:15 MEZ
nachdem das ein thema wäre, das mich wohl intensiv beschäftigen würde, vermutlich ziemlich schnell. möglicherweise codiert. aber als "publik machen" sehe ich es eigentlich nicht, weil ich mein weblog ja in erster linie für mich und nicht für irgendwelche sensationsgeilen leute führe. publik machen ist also wohl das falsche wort. 2. an was glaubst du (die liebe, gott, dich selbst, das gute...)? puh, das ist eine gute frage. ich glaube an einiges, was mir in der situation bewusst ist, ich aber hier jetzt nicht so nach punkt eins, punkt zwei, etc. aufzählen kann. ich bin generell schlecht im listen machen. wenn ich die obigen punkte kurz anreißen sollte, sieht das dann in etwa so aus: liebe: meiner ansicht nach wird die liebe überschätzt. oder besser: einfach falsch gesehen. weil den traummann, auf den man ein ganzes leben lang gewartet hat, der der einzig richtige ist und ohne den man nicht leben kann, gibt es meiner ansicht nach nicht. im realen leben kann es nämlich auch mit dem traummann mitunter recht mühsam sein. weil eine beziehung dort beginnt, wo sämtliche liebesfilme enden. gott: autsch, das ist eine sehr schlechte frage. früher war ich überzeugt, dass gott so selbstverständlich ist wie essen und trinken, dass er einfach da ist. aber in den letzten jahren weiß ich es einfach nicht mehr. ich will nicht ketzerisch sein, will gott nicht in frage stellen und ihn eigentlich auch nicht anzweifeln - aber faktum ist: ich weiß einfach nicht, ob es einen gott gibt. in den letzten monaten tendiere ich eher zum glauben an ein universum, eine höhere macht oder einfach nur die vorherbestimmung. für gott ist in so einem system irgendwie schlecht platz. ich würde gerne an ihn glauben, aber ich weiß es einfach nicht. dich selbst: ich glaube heute mehr an mich selbst als noch vor einigen jahren. und es wird mit jeden tag besser. das gute: da entweicht mir wieder ein puh. keine ahnung. prinzipiell ja. prinzipiell glaube ich, dass jeder mensch gute anlagen hat und erst durch seine umwelt und durch erlebnisse verdorben wird. aber unterschreiben würde ich es letztendlich nicht. weil es gibt gute menschen mit einem schlimmen schicksal und böse menschen, die vielleicht nicht einmal ein so schlimmes schicksal hatten. vielleicht kann man doch nicht alles auf die umwelt schieben, vielleicht ist das böse schon in uns drinnen. whatever. 3. wie sicher bist du dir da? das heißt: wie groß müsste ein "gegenbeweis", eine enttäuschung sein, damit dein glauben schrumpft? tja, wie sicher bin ich mir? nicht hundertprozentig, aber das merkt man ohnehin anhand der antworten. und dass ich meine innere einstellung mit jedem tag, mit jedem ereignis, das geschieht, überdenke, revidiere, ändere und dem erlebten anpasse, ist auch irgendwie klar. es passiert einfach. die frage kann ich so also nicht beantworten. 4. wie funktioniert denken bei dir: in bildern, worten, tönen, gefühlen, farben...? ich will mich nicht aus jeder frage winden, aber ich tue mir mit diesen fragen teilweise schwer. weil ich mir noch nie überlegt habe, wie etwa mein denken funktioniert. vielleicht versuche ich ja auch deshalb, diese fragen zu beantworten. generell würde ich sagen, dass ich in bildern denke. in unklaren bildern, weil ich jemand bin, der keine einzelheiten aus dem gedächtnis rekonstruieren kann. ich nehme meine umwelt zwar wahr, aber nicht so detailgetreu, dass ich nachher genau beschreiben könnte, was da wo war. aber ja, prinzipiell sind es schon bilder. gefühle gehören für mich nicht unbedingt zum denken. gefühle passieren einfach. wenn, dann schon eher worte, um die gefühle sichtbar zu machen. 5. redest du, wenn du allein bist? ich rede mit mir, wenn ich allein bin und ich rede - vermutlich peinlicherweise - mit mir, wenn ich nicht allein bin, vorzugsweise im plural. ich würde verstehen, wenn manche leute sagen, ich bin gestört. but so what. 6. wie weit, glaubst du, könntest du dich, lebensstandartmäßig einschränken? weshalb nicht mehr oder weniger? mit anderen worten: was brauchst du zum leben? wenn ich jetzt sage, ich brauche nicht viel zum leben, dann ist das vermutlich falsch. weil "nicht viel" in der westlichen welt im vergleich zu anderen ländern schon wieder viel zu viel ist. aber gemessen an anderen leuten, die permanent dies, das und jenes haben und kaufen müssen, brauche ich nicht weiß gott wie viel. zum thema einschränken: ich habe eine schöne, große wohnung, aber ich könnte auch in einer kleineren leben. ich habe ein auto, aber wenn ich es mir nicht leisten könnte, würde es auch ohne gehen. ich könnte auf manches problemlos verzichten, wenn ich es müsste. worauf ich nicht mehr verzichten wollte, ist - ein häufiges thema - das internet. wobei vielleicht weniger das internet als das schreiben selbst. das schreiben, das am computer um so vieles einfacher geht und das publik machen. ok, also doch publik machen, was solls. aber trotzdem nicht der anderen wegen, sondern meinetwegen. ein nicht ganz umkompliziertes thema. 7. welche rolle spielt geld in deinem leben? o-je. geld... ich habe so viel geld, dass ich mir nach dem derzeitigen stand der dinge keine sorgen machen muss. ich kann mir kaufen, was ich will, ohne mir überlegen zu müssen, ob ich es mir leisten kann. und wahrscheinlich habe ich deshalb das geld, weil ich mir eben bei jedem kauf automatisch überlege, ob das jetzt wirklich sein muss. und eigentlich habe ich nicht viel geld, weil eigentumswohnung oder so wäre vermutlich noch nicht drinnen bzw. wäre dann das geld weg. aber für mich reicht es und das ist die hauptsache. 8. suchst du etwas? ich weiß nicht, was, aber manchmal habe ich absolut das gefühl, dass ich suche. was auch immer. 9. kommst du zurecht, ohne dass man dir sagt, was zu tun ist? na sicher. vor allem, wenn niemand da ist und ich auf mich gestellt bin. natürlich frage ich mitunter um rat, aber die entscheidung treffe letztendlich ich. weil ich ja im endeffekt auch dafür geradestehen muss. wobei ich, das muss man auch sagen, froh bin, beruflich nicht in der position zu sein, weitreichende entscheidungen treffen zu müssen. eine führungsposition ist nicht das, was ich anstrebe. wobei ich es, wenn ich beruflich eben solche entscheidungen treffen müsste, es wohl könnte. können müsste. wir wachsen an den anforderungen, die an uns gestellt werden. 10. hast du so etwas wie eine lebensphiliosophie (alles wird gut, alle menschen sind schlecht etc.)? seit wann? hat sie sich verändert? ich habe keinen stehenden leitsatz oder sowas und ich handle nicht nach einem allgemeingültigen motto. früher war irgendsowas wie leben und leben lassen irgendwo in meinem kopf zu finden. ist es auch heute noch, aber nicht als allgemein gültiges motto. auf meiner werteskala, die ich eigentlich nicht wirklich habe (paradox, ja), ist toleranz ganz oben. war es immer schon und ist in den letzten jahren noch gestiegen. und in der letzten zeit gesellt sich auch noch ein ich schaffe das schon irgendwie dazu. was eine wahnsinnige erleichterung ist. positiv denken allein ist schon eine ziemliche erleichterung, für mich zumindest. 11. bist mit dem ort, an dem du lebst, glücklich, wärst du gern woanders, ist es dir egal oder bist du rastlos? ja. bin ich. sehr sogar. allerdings hat diese aussage nicht wirklich viel bedeutung, weil ich einfach jemand bin, der sich den gegebenheiten anpasst. war ich immer schon. ich nehme die umstände, wie ich sie vorfinde und passe mich an. was man sowohl positiv als auch negativ sehen kann. aber es ist einfach so. jedenfalls will ich nirgendwo anders leben. 12. bist du anhänger der these, jeder mensch sei bisexuell? wieso (nicht)? also dass jeder mensch bi ist, glaube ich nicht. es gibt menschen, denen davor graust, mit jemandem des eigenen geschlechts etwas zu haben, was ich auch nachvollziehen kann. mir hätte früher auch davor gegraust, mit einer frau etwas zu haben. jetzt eigentlich nicht mehr, auch wenn eine körperliche beziehung mit einer frau nichts ist, was ich anstrebe. ich weiß nicht, ob ich es könnte und ich habe auch kein verlangen danach, aber es graust mir zumindest nicht. ich sehe mir auch gerne frauenkörper an, eigentlich lieber als männerkörper, weil sie für mich einfach ästhetischer sind. was aber definitiv nichts mit sexuellen präferenzen zu tun hat. 13. hast du das gefühl, dich ständig in veränderung zu befinden? gibt es eventuell phasen, in denen du dich besonders stark oder schnell veränderst? womit bringst du das in verbindung? habe ich. es wäre für mich auch verdächtig, wenn es nicht so wäre. einerseits finde ich es gut, wenn man einen gewissen reifeprozess abgeschlossen hat und ungefähr weiß, wo man steht. wenn man dabei aber alles, was nicht in das eigene konzept passt, ablehnt oder abtut, kann es das meiner ansicht nach auch nicht sein. das würde für mich schon wieder an intoleranz grenzen und toleranz...siehe oben... ad phasen: die größeren veränderungen passieren bei mir eher dann, wenn es mir nicht so gut geht. wenn ohnehin alles ok ist, denkt man weniger nach, finde ich. wenn man sich dagegen durchbeißen muss, alles in frage stellt, dann kann daraus etwas neues entstehen. 14. wenn es dir (innerlich) schlecht geht: gibt es etwas, das dich immer oder fast immer in eine bessere stimmung zu versetzen in der lage ist? ich entspanne mich am besten beim lesen oder - fast noch besser - beim computer, insbesondere beim weblogschreiben. teilweise merke ich auch, dass ich, wenn ich stress habe, schokolade brauche. da kann es schon mal sein, dass ich bereits um halb neun im büro meine jause gegessen habe. oder eine halbe packung meeresfrüchte. prinzipiell kann man sagen: alleinsein, computer und schokolade wirken bei mir wunder. 15. falls ja: kannst du versuchen zu beschreiben, weshalb gerade dies? falls nein: kannst du dir erklären, weshalb nicht oder meinst du, es müsste etwas geben, du hast es nur noch nicht entdeckt? keine ahnung. das ist halt so. auch bei einem streit ist es so, dass ich teilweise ein time-out brauche, weil im moment bei mir sämtliche sicherungen explodiert sind und ich glaube, durchdrehen zu müssen, wenn der andere jetzt nur noch ein einziges wort sagt- und nach einer halben stunde mit mir allein kann man mit mir wieder ganz normal reden, wie wenn nichts gewesen wäre. 16. gibt es cds, die du schon sehr lange besitzt, die du immer wieder hören (meint: richtig zuhören) kannst, ohne dass sie sich abnutzen? weniger bestimmte cds als einzelne lieder. zumal ich in zeiten von kazaa & co auch gar keine cds mehr kaufe, weil mir das sinnlos erscheint. aber es gibt - liedermäßig - klassiker, die ich immer wieder hören kann und auch höre. welche das sind, wechselt ja nach stimmung. wenn ich mir von jemandem eine cd kaufen sollte, würde ich mir eine bon jovi-cd kaufen, weil mir von denen fast alles gefällt. ansonsten gibt es da noch die sisters, depeche mode, u2, die ärzte und so weiter und so fort. männergruppen also, wenn ich mir das so ansehe. witzig. 17. wann kannst du am besten denken (tageszeit, situation, stimmung, tätigkeit...)? beim autofahren mit musik. und auch dann, wenn ich mich einfach mal ruhig hinsetze und zum nachdenken anfange. was ich leider viel zu wenig oft tue. beim weblog-lesen und weblog-schreiben funktioniert das denken aber auch ganz gut. 18. bist du manchmal von dir selbst überrascht? ist das eher positiv oder negativ oder beides in etwa gleich? eigentlich nicht mehr. weil ich mich selbst ziemlich gut kenne. es gibt dinge, von denen ich weiß, dass man sie nicht machen sollte, die ich aber trotzdem tue - das überrascht mich allerdings nicht mehr, weil wenn man etwas oft genug tut, gewöhnt man sich auch daran. wenngleich das nicht heißt, dass es gut ist. aber überrascht bin ich halt nicht mehr. 19. hast du eine eigenschaft, die andere verwundert (also eine eigenschaft, die von anderen wahrgenommen wird)? keine ahnung, worüber andere leute verwundert sind. vielleicht dann, wenn sie mich ziemlich heftig erleben, weil sie das eigentlich nicht von mir gewohnt sind. vielleicht auch, weil ich, wenn ich mal hochgehe, wirklich hochgehe und das in aller deutlichkeit ohne rücksicht darauf, wer da grade in der nähe ist. dann wird dem gegenüber nichts geschenkt. wie auch immer man das sehen will. 20. wie spät ist es jetzt? ist es zufall, dass du diesen fragebogen um diese zeit beantwortest? 20:23. purer zufall. so weit, dass ich daran glaube, dass es vom schicksal vorherbestimmt ist, um welche uhrzeit wir diese oder jene tätigkeit erledigen, bin ich auch wieder nicht. wer fragen abkupfern und in seinem log oder wo auch immer beantworten will - kein problem. ich hab die fragen schließlich auch nicht erfunden. |
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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen. by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren... by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn... by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen.
alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o) by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan.
mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken.
ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr... by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch... by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass... by pan (02.07.14, 20:26)
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