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mein nachmittag pan, 11. Dezember 2003 um 19:01:15 MEZ
hm. jetzt bin ich also daheim. und weiß nicht, was ich schreiben soll, obwohl es ein ziemlich interessanter nachmittag war. und ein langer. ich hatte um 13.00 einen termin beim leiter unseres schulungsbereiches betreffend rücksprache über das ac. und hatte eigentlich gerechnet, dass ich nach einer, allerspätestens zwei stunden wieder draußen sein würde... tja. dem war aber nicht so. wobei nicht er - der leiter - mich aufgehalten hat, sondern es hat einfach unser gespräch so lange gedauert. fast vier stunden. und ja, es war aufbauend. in die richtung gehend, dass ich ein enormes potential habe und das in dem alter. dass ich eine nette art habe, hat er auch noch gesagt. :-) tut gut, das alles zu hören - aber: sogar falls ich potential haben sollte, sehe ich, dass ich es teilweise absolut nicht nutze. aus welchen gründen auch immer. und potential alleine nützt nichts, wenn man sich nicht irgendwann aktiv dafür entscheidet, etwas damit zu machen. soweit der ist-stand. ich habe absolut keine ahnung, was ich tun werde. also ja: derzeit einmal gar nichts. natürlich: an mir arbeiten, eh klar, ist ja nicht so, dass ich damit erst heute anfangen würde... aber beruflich wird sich die nächsten jahre nichts ändern, werde ich den weiterführenden lehrgang nicht besuchen. weil es einfach noch zu früh ist. vielleicht wird auch nie der zeitpunkt da sein. das hängt einzig und allein von mir ab und ob ich das überhaupt will. und ja, ehrlich gesagt, will ich es im moment eigentlich nicht wirklich. lehrgang ja, aber den rest nicht. aus heutiger sicht möchte ich definitiv keine führungsposition. und wozu dann unsummen in einen lehrgang investieren (natürlich nicht ich, sondern das unternehmen), der im endeffekt das zum ziel hat, was ich nicht möchte? eben. also ist erstmal stillhalten angesagt. und sich überlegen, was man wirklich will. was ich wirklich will. tja, das war soweit mein nachmittag. und er hat nicht halb so angenehm geendet wie er verlaufen ist... heute war seit langem wieder mal eine situation, in der ich gegen panik ankämpfen musste. so völlig blöd. wenn man das wem erzählt, fragt sich eh jeder, ob man ein rad ab hat, aber gut... zu den facts: es ist dreiviertel fünf. mein gesprächspartner und ich sind die letzten verbliebenen personen im gebäude, weil der rest schon - nicht lachen! - heimgegangen ist. ich mache mich dann auch auf zum gehen und er öffnet eine türe und sagt mir, ich soll da raus, weil es da schneller geht. die besagte türe führte zu einer in schummriges licht getauchten treppe. ein typischer hinterausgang also. ich gehe also und gehe, stufe um stufe, runter, runter, runter, mehrere stockwerke. und wie ich so gehe und gehe kriecht irgendwie die panik hoch: niemand außer mir da. bzw.: hoffentlich niemand außer mir da! ich erreiche nach ewigem sturem im-kreis-hinunter-gehen das ende der treppe. oder besser: ich sehe es, aber es führt in die dunkelheit. unten kann ich eine türe erkennen, also bezwinge ich die aufkeimende panik, gehe weiter, ins halbdunkel und drücke mit der hand auf die türklinke - die türe ist zu. zu dem zeitpunkt, war ich schon leicht hektisch: ich in einem dunklen treppenhaus, bei einem hinterausgang, der kein ausgang ist. ich kehrtmasch also wieder alles retour, die ganze treppe wieder hinauf. mir mit einem letzten rest von vernunft eingeredet: wenn ich hier hineingekommen bin, werde ich hier ja auch wieder herauskommen. ich bin oben angelangt, will durch die türe, durch die ich ins stiegenhaus gekommen bin, wieder hinaus - die türe ist zu. ab da war sie dann wirklich da, die panik. ich höchstgradig nervös wieder runter, zwei stöcke wieder treppab - und sehe noch eine türe und dahinter: wiese! wiese ist gut, luft ist gut, freiheit ist gut! ich betätige die türe - die türe geht auf. hurra! blöderweise war das aber noch nicht das ende der odysee: ich stehe also auf der straße. oder besser: irgendwo, wo nichts außer einem weg ist. mutterseelenallein in der dunkelheit. das reicht im normalfall schon für leichte angst. im konkreten fall kam dann aber noch dazu, dass ich absolut nicht wusste, wo ich bin und wohin ich gehen soll. gut, ok, wurscht, wir gehen jetzt einfach mal da lang. selbstgespräch. wir finden da schon raus. oder so. faktum war, dass ich auch hier wie die sprichwörtliche ratte im käfig herumgerannt bin: in die eine richtung ging es nicht weiter, denn da war nur ein innenhof. in die andere richtung auch nicht, denn da war ein hohes tor. mit einer kette. und wiese dahinter. ich aber wollte zur straße. ich probiere die dritte richtung: der weg führt auf einen golfplatz, mitten in die pampa. nee, da gehe ich erst recht nicht! ich mag zur straße und nicht in die grüne wiese! gottseidank ist mir dann noch eine vierte möglichkeit eingefallen: ins restaurant. so seltsam es klingt: ich stand vor einem zur anlage gehörenden lokal, in dem noch leute saßen. sie im hellen, ich alleine draußen in der dunkelheit. und trotz einseitigem sichtkontakt immer noch in panik. aber das restaurant war dann des rätsels lösung. rein, durch, zackzack und raus. und auf einmal wusste ich auch wieder, wo ich war. die erleichterung kann man sich gar nicht vorstellen. irgendwie war das heute ein furchtbares erlebnis. nachspann: am nachmittag/abend hätte eine freundin zu mir kommen sollen. ich, in der annahme, das gespräch dauert eh nur ein, zwei stunden: so gegen vier geht es auf jeden fall. blöderweise war es zu dem zeitpunkt, zu dem ich fertig war, aber schon fünf. gut, wäre auch nicht das problem, weil in einer viertelstunde wäre ich eh daheim gewesen. aber wie es der teufel will, ist es jetzt der freundin zu spät... dunkel, keine parkplätze mehr, früh schlafen gehen, morgen um acht termin... das war also das ende vom lied. tja. wenigstens habe ich jetzt einen ruhigen abend. ist mir eh ganz recht, einmal nichts machen zu müssen. eigentlich habe ich mir den freien abend ja erschummelt, denn eigentlich wäre aerobic... aber ja, was solls. ausspannen. erholen. tief durchatmen. puh. |
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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen. by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren... by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn... by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen.
alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o) by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan.
mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken.
ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr... by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch... by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass... by pan (02.07.14, 20:26)
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