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schizophrenie pan, 2. März 2004 um 21:18:53 MEZ
manches ist schwer. schwer zu formulieren. gefühle, die im augenblick da sind. es gibt bücher, die einen für kurze zeit verändern. vielleicht nicht für die dauer des lesens, aber dafür wenigstens für kurze momente. der traumfänger ist so eines. oder das buch, das ich gerade gelesen habe bzw. auch in zukunft immer wieder lesen will. manchmal findet man in einem buch erkenntnisse. sachen, die sich lohnen würden, auszuprobieren. nur: es scheitert sehr oft an der umsetzung. es scheitert im grunde auch an der welt, in der wir leben. es scheitert oftmals an der umgebung. vielleicht ist es nicht richtig, die schuld auf andere abzuschieben, aber man wird doch irgendwo von seiner umwelt geprägt. man lebt in einem bestimmten rahmen, anhand dessen man sich definiert. ein buch bricht teile auf, manches bleibt irgendwo zumindest im unterbewusstsein haften - aber kurze zeit später ist man wieder im alten trott drinnen. wobei es schon sachen gibt, die ich verinnerlicht habe. das mit dem schnupfen zum beispiel. ich bin der festen überzeugung, dass ich, wenn ich keinen schnupfen will und umstände schaffe, die nicht zulassen, dass ich dermaßen geschwächt bin, dass ich offen für eine krankheit bin, dass ich dann auch auch keinen schnupfen bekomme. so einfach und so kompliziert ist das. wobei ich auch bei mir diese schizophrenie merke: immer wieder kommt von irgendwoher durch, dass heilung an sich eigentlich nur von innen kommen kann: der körper heilt sich selbst. punkt. etwas, an das ich einerseits glaube. aber eben nur einerseits. weil andererseits: was macht man, wenn man mal etwas "ernsteres" hat? man geht zum arzt, der verschreibt eine tinktur oder eine salbe oder pulver oder sonstiges und verarztet einen nach den klassischen regeln der schulmedizin. und auch wenn mir das mitunter widerstrebt - wie viele alternativen habe ich denn letztendlich? ich hatte in der letzten zeit hie und da das eine oder andere: ein ganglion am rechten handgelenk, ein knie, das kurzzeitig nicht mehr so funktioniert hat wie vorher, wochenlang einen geprellten brustkorb, seltsame symptome am rechten fuß, die dazu geführt haben, dass ich einen abend lang überhaupt nicht mehr gehen konnte und am nächsten tag bei jedem schritt mit einem rückfall rechnen musste - und es war auch wochen später nicht endgültig vorbei -, seit november spürbare verspannungen im rücken, die teilweise so arg waren, dass mir mein hausarzt eine infusion gegeben hat. und so weiter und so fort. einmal war dies, einmal jenes. und wohin bin ich gegangen? zum praktischen arzt natürlich. ins spital. zum röntgen. zum orthopäden. das höchste der gefühle war der osteopath. ehrlich gesagt hätte ich auch nicht gewusst, wohin ich mich sonst hätte wenden sollen. und haben mir die schulmediziner geholfen? teilweise ja, teilweise waren sie genauso ratlos. die meisten sachen sind jetzt auch schon wieder weg bzw. deutlich schwächer als sie schon einmal waren, so dass ich damit leben kann. aber generell: ich hätte nicht gewusst, wohin ich sonst hätte gehen sollen. ich meine: wenn ich schmerzen im fuß habe, gehe ich zum orthopäden. vielleicht ist das falsch, vielleicht geht man zu den anderen erst, wenn mit der schulmedizin wirklich nichts mehr zu machen ist. wahrscheinlich ist es so und bei mir war es gottseidank nicht so weit. aber ich sehe an mir, dass ich, obwohl ich vom gegenteil überzeugt bin, nämlich davon, dass der körper sich selbst heilen kann und man bei gröberen problemen einfach jemanden braucht, der ihn dazu führen kann - ja, dass ich trotzdem bei der schulmedizin versumpere. ich würde auch nie auf die idee kommen, wenn ich hohes fieber hätte, mich anders als nach den gewohnten und bisher bewährten richtlinien zu verhalten. im fall von fieber ist das wahrscheinlich eh auch wurscht, aber was ist mit den anderen sachen? mein denkszenario ist krebs: was tust du? sagst du, ihr könnt mich alle mal mit eurer chemo und euren medikamenten? sagst du, ich gehe zum - ja, wohin denn eigentlich? - alternativmediziner - welchem auch immer - und arbeite meine psychischen probleme auf, damit mein körper wieder ins lot kommt? ich möchte wirklich nicht vor der wahl stehen. das ist diese gewisse schizophrenie, die ich in mir habe. ein kleiner ausschnitt davon. |
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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen. by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren... by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn... by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen.
alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o) by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan.
mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken.
ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr... by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch... by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass... by pan (02.07.14, 20:26)
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