hochzeitheiratehevermählungkinderkriegen

soll ich jetzt was zum thema heirat schreiben oder nicht? hm. der film war jedenfalls wieder mal ein anlass, sich mit dem thema zu beschäftigen. rein theoretisch, versteht sich.

früher, da war das alles klar: man lernt sich kennen, zieht zusammen, heiratet und kriegt kinder. oder vielmehr ein kind. mehr wollte ich nie.

dann kam die zeit, wo das alles in frage gestellt wurde. warum heiraten? warum kinder? warum diese reihenfolge? und das ist der standpunkt, auf dem ich die längste zeit war und eigentlich noch immer bin. weil es ja ganz egal ist, ob ich ein kind habe und das kind meinen namen trägt. oder eben nicht. ob ich verheiratet bin oder nur so zusammen lebe. ob ich zuerst heirate und dann kinder kriege. ob ich überhaupt kinder kriege. ich mein, es ist doch alles einfach wurscht. es gibt wichtigere dinge im leben. entweder es ergibt sich oder es ergibt sich nicht. die letzten jahre bin ich eher auf dem heirate-nicht-und-krieg-auch-keine-kinder-tripp.

und manchmal frage ich mich, was ich tun würde, wenn mich jemand, den ich gerne habe, fragt, ob ich ihn heiraten will. ob ich es tun würde, wenn es dem anderen ein bedürfnis wäre. ist natürlich ein schlechter grund - zu heiraten, weil es jemand anderer will. in erster linie muss man es selbst wollen. nein, nicht in erster linie. einzig und allein.

auf der anderen seite denk ich mir mittlerweile manchmal, warum eigentlich nicht heiraten? wenn es der richtige wäre... wenn ich weiß, dass ich mit jemandem mein restliches leben verbringen will (oder das zumindest im moment glaube), warum soll ich den dann nicht auch heiraten? natürlich: bringen tut es nichts. rein emotional. aber schadet es? ok, es kostet geld. und es ist alles so furchtbar formell. ich glaube, davor hätte ich am meisten angst: dass um meine hochzeit großes aufheben gemacht wird, hunderte leute eingeladen werden und ich genau das tue, was eigentlich immer von mir erwartet wurde. allein schon deshalb will ich es nicht tun. aber ist das ein guter grund? keine ahnung.

nun ja. die frage stellt sich ohnehin nicht so bald... vielleicht auch nie.

das einzige, was ich mit sicherheit weiß: von meiner seite her wird in diese richtung auch keine initiative kommen. weniger deshalb, weil ich mich nicht endgültig an jemanden binden will und mir denke, ich doch jemand anderen finden könnte, der noch besser zu mir passt als mein zukünftiger bräutigam, als einfach deshalb, weil ich keinen sinn in dem ganzen sehe. noch immer nicht.

ich glaube, der wahre grund für meine ängste in bezug auf heirat, etc. ist die angst, mit einer heirat den schritt in ein konservatives leben zu setzen. dass zwänge, die ich abgestreift habe, auf einmal wieder da sind. dass ich meine geistige unabhängigkeit verliere. was natürlich völliger quatsch ist. weil die freiheit ist ja im kopf. sie offenbart sich nicht in irgendwelchen verhaltensweisen. wenn ich heirate, bedeutet das ja nicht automatisch, dass ich auch im restlichen denken erzkonservativ bin.

...und trotzdem ist da diese scheu...

weil das letzte, was ich will, ist, in irgendeiner spießigen welt leben, in der andere darüber urteilen, was richtig und was falsch ist und mir sagen, wie ich mein leben zu leben habe. das thema heirat ist für mich das symbol dafür.

himmel.

Re: hochzeitheiratehevermählungkinderkriegen

Hi Pan !

Ich habe mir schon ganz ähnliche Gedanken gemacht und kann vieles von dem, was Du da sagst, nachvollziehen.

Irgendwann einmal war das für mich auch eine ganz klare Sache gewesen...
Dann habe ich mich nicht nur unreif und nicht bereit dazu gefühlt, sondern das ganz ebenfalls in Frage gestellt und bei mir persönlich entstand ebenfalls eine gewisse Scheu davor, aus Angst genau auf diesem Weg in eine Tretmühle aus festen Rahmenbedingungen, Verpflichtungen und Erwartungen hineinzugeraten aus der ich dann so gut wie nicht mehr ausbrechen kann...
Das ist überhaupt eine meiner größten Befürchtungen, daß ich in eine solche Situation geraten könnte, in der sich mit einem Male alles nur noch um Oberflächlichkeiten dreht und alles andere, wonach ich strebe und ich mich bisher darum bemüht habe unweigerlich auf der Strecke bleiben könnte !
Die Vorstellung, daß sich mein Leben irgendwann einmal darauf reduzieren könnte irgendwelche offiziellen Sachen zu regeln und einkaufen zu gehen, stellt für mich eine reine Horror-Vision dar !

Mir sind auch schon einige Leute, feste Päärchen, begegnet, die ihr Leben nicht nur offensichtlich auf solch vordergründige Dinge, wie Wohnung, gemeinsamer Urlaub und günsige Einkäufe reduziert haben, sondern dies auch zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht haben und ich hatte dabei auch oftmals so den Eindruck, daß man genau dies irgendwie als "erwachsen" empfunden hat und dachte, das müßte alles jetzt so sein, ich meine, da gibt es Leute, die haben vor ihrer festen Beziehung total interessante Dinge gemacht und dann ziehen sie zusammen und tragen dann irgendwann nur noch Sprudel-Kästen in den Keller... !

Für mich gehört all dies zwar zum Leben dazu, aber eben nur dazu und stellt nicht den Inhalt des Lebens an sich dar !
Glücklicherweise gibt es in meinem Bekanntenkreis Gegenbeispiele, die sich nicht auf solch oberlächliche Dinge konzentrieren und es schaffen, das was ihnen wichtig ist, zu erhalten, was meiner Ansicht nach unverzichtbar ist.

Man darf sich über all dies wohl auch nicht allzuviele Gedanken und schon gar nicht verrückt machen !
Ich glaube, daß ohnehin alles so kommt, wie es kommen soll und sich dann alles wie von selbst ergibt, wenn es soweit ist, daß z.B. irgendwann einfach der Wunsch da ist, eine gemeinsame eigene Wohnung zu haben, in der man sich richtig einrichten kann oder man einfach gerne ein gemeinsames Kind haben möchte...
Warum auch nicht ?
Wenn es paßt ?!

Soweit will ich eigentlich immer noch nicht denken, aber so langsam breitet sich in mir schon ernsthaft der Wunsch nach einer festen Partnerschft aus, also einfach jemand, mit dem man sich nicht nur gut versteht, sondern wo auch das gegenseitige Gefühl da ist, daß man zueinander gehört !
Ich glaube, das ganze Drumherum wäre dann gar nicht mehr so wichtig, bzw. entscheidend, sondern würde sich, wie gesagt, ganz automatisch ergeben...

Liebe Grüße !

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Re: Re: hochzeitheiratehevermählungkinderkriegen

ich glaube, viele leute haben vor dem wort "hochzeit" angst. weil es so endgültig klingt. so als ob man in diesem leben nie wieder eine wahl hätte. was ja einerseits auch gut ist, weil nur aus jux und tollerei, mit dem hintergedanken "na wenn es nicht klappt, lass ich mich eben nächste woche wieder scheiden", heiraten, das kanns ja auch nicht sein.

auf der anderen seite sollte man es aber auch nicht dramatisieren. weil wenn man wirklich draufkommt, man kann mit dem menschen, den man geheiratet hat, nicht zusammenleben, dann trennt man sich eben. blöd ist es halt, wenn kinder da sind. da sollte man sicher noch einmal alles versuchen, um vielleicht doch das gemeinsame zusammenleben fortsetzen zu können. aber letztendlich ist es auch hier so: man hat immer die wahl. immer. zumindest solange man finanziell unabhängig ist. irgendwie kommt man aus allem wieder raus. aus einer ehe jedenfalls.

ich hatte auch einige zeit eine irrsinnige panik vor allem: wie wird das sein, wenn man zusammen lebt? was ist dann in der folge? was ist, wenn es nicht klappt? ist der andere überhaupt der richtige? etcetera, etcetera. aber eigentlich ist das alles ja blödsinn. natürlich sollte man sich jeden schritt vorher überlegen. aber wenn man zuviel überlegt, ist das auch nicht gut. zuviel gefürchtet ist auch gestorben fällt mir dazu ein. und genauso ist es.

man muss sich einfach vorsagen, ich habe diesen menschen jetzt gerne, ich hoffe, ich habe es noch möglichst lange und ich will mich bemühen, dass es so bleibt - aber wenn es nicht so ist, dann gehe ich halt wieder meiner eigenen wege.

mit dem im hintergrund ist es wesentlich leichter. für mich zumindest.

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Re: Re: hochzeitheiratehevermählungkinderkriegen

Ja, also so eine Hochzeit soll ja nicht zu einer Art "Gefängnis" werden Ehegrab und so...

Es muß nicht nur auf freiwilliger Basis beruhen, sondern auch auf dem Wunsch, der festen Absicht, um mit genau dieser Person, für die man sich entschieden hat, sein restliches Leben zu teilen.

Eine Garantie, daß dies dann funktioniert, kann man niemandem geben, aber, ich halte es für überaus wichtig, daß man nicht bei jedem aufkommenden Problem dann gleich das Handtuch wirft, denn gerade innerhalb einer Partnerschaft, also wenn man sich intensivst mit einem Gegenüber auseinander setzt, stößt man unweigerlich auf bestimmte Muster die es zu bearbeiten gilt und genau dies geht zu einem Großteil nur über die Auseinandersetzung mit einer anderen Person.

Wer davor den Rückzieher macht, nimmt als also sowohl dem anderen, als auch sich selbst enorm wichtige, einigartige Chancen zur Weiterentwicklung und was kann es schöneres geben, als dies mit jemandem gemeinsam tun zu können, insbesondere sich anschließend gemeinsam über das was man erreicht hat freuen zu können ?

Vor allem nutzt es wohl überhaupt nichts, wenn man sich trennt, sobald sich diese Dinge zeigen, denn man kann wohl vor einer Partnerschaft flüchten, nicht aber vor seinen persönlichen Mustern !
Früher oder später wird man davon wieder eingeholt und sucht sich jemand anderes, der einem genau die gleichen Dinge wieder spiegelt, warum also nochmal erneut auf die Suche gehen, wenn man dem ganzen sowieso nicht entrinnen kann ?

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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen.
by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich
by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren...
by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn...
by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o)
by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr...
by don papp (02.07.14, 21:19)
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heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass...
by pan (02.07.14, 20:26)
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