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Mittwoch, 20. November 2002
[psycho] pan, 20. November 2002 um 23:39:59 MEZ
oder: der tag der psychotests. auf seminar gewesen... der grundgedanke unseres kursleiters war - bzw. ist -folgender: wie soll man wissen, wie man einem schwierigem gespräch mit jemand anderem die richtige richtung geben kann, wenn man nicht einmal weiß, wer man selber ist? ok, soweit so gut. also - was tun wir...? psychotests! noch und nöcher. mit teilweise hochkomplizierten auswertungen. aber dafür waren die tests auch wirklich gut. nicht wie diese "teste dich selbst"-sachen aus den diversen zeitschriften, sondern psychologisch fundiert. mir taugen ja so tests. wobei bei mir die erfolgsquote - sprich: mein persönlicher neuheitsfaktor - nicht wirklich hoch ist: weil ich mich selbst relativ gut kenne. meine stärken und meine schwächen. im großen und ganzen zumindest. somit sagt mir ein test meist nur wenig neues. man kriegt halt bestätigt, was man eh weiß. auch nichts schlechtes. was auch immer wieder thema in diesen seminaren ist, was meist irgendwo am rande gestreift wird, ist das thema "positive lebenseinstellung". primitiv auf einen nenner gebracht: denke positiv und du wirst ein leichteres leben haben. das wird mittlerweile schon so oft gepredigt, dass man es bald nicht mehr hören kann. hat mittlerweile schon den beigeschmack einer binsenweisheit. und ist doch in seiner wahrheit unübertroffen. denn: erwarte, dass etwas negatives passieren wird - und es wird passieren. einfach, weil man je nach erwartungshaltung anders selektiert, die dinge anders wahrnimmt. sich auch anders verhält. die berühmte self-fullfilling prophecy eben. ein kernsatz ist aber wahrscheinlich folgender: jeder ist für sein leben selbst verantwortlich. die knallharte ansage unseres trainers: jeder, der mit seinem leben unzufrieden ist, ist selber schuld. ich persönlich gebe dem - nicht erst seit heute - vollkommen recht. natürlich treffen manche leute mehr schicksalsschläge als andere, scheint es so, dass einige leute das glück gepachtet haben während andere immer eins auf den deckel kriegen. (das ist ein weiteres faktum: das leben ist nicht gerecht. das ist auch einfach so.) aber es kommt drauf an, wie man mit den dingen umgeht. ich persönlich bin ja da eher radikal, wenn mir jemand permanent etwas vorraunzt, wie schlecht es ihm geht, dass er den falschen partner hat, den falschen beruf, das falsche leben. auch bei mir selbst. weil entweder es geht jemandem schlecht - dann soll er was ändern. oder es geht ihm ohnehin nicht so schlecht wie er tut - aber dann soll er nicht raunzen! ich persönlich kann so ewige raunzer nicht haben. also ja, natürlich hat jeder manchmal phasen, wo er von anderen leuten worte es trosts oder des zuspruchs hören will, aufgebaut werden will, eh klar. aber irgendwo gibt es grenzen. weil es in der eigenen verantwortung von jedem einzelnen liegt, was er aus seinem leben macht. das ist etwas, was man erst einmal kapieren muss. auch auf die gefahr hin, dass ich vielleicht seminargeschädigt bin, aber es ist das, wovon ich mittlerweile überzeugt bin. wann und unter welchen umständen jemand glücklich ist, ist natürlich individuell: wenn jemand mit einem leben ohne höhen und tiefen zufrieden ist - na fein! wenn ihm das reicht und er zufrieden ist, dann ist das schön für ihn. wer sagt denn, dass jeder ein aufregendes leben am rande des nervenzusammenbruchs führen muss? es gibt leute, denen ruhige beständigkeit lieber ist als ein permanentes auf und ab. ist ok so. ein jeder soll nach seiner facon glücklich werden. nur leute, die mit ihrem leben nicht zufrieden sind, die müssen es selbst ändern. mit der betonung auf selbst. diese verantwortung kann einem niemand abnehmen. glück von anderen zu erwarten, ist falsch. glück kommt aus einem selber heraus. nicht mein kind wird meinem leben den erhofften sinn geben, nicht mein partner und nicht meine freunde. sondern ich selbst. auch wenn das wie die abgefakte predigt eines psychogurus klingt, ändert das nichts an der prinzipiellen wahrheit dieser aussage. natürlich hat man immer irgendwo diese ausreden: andere personen hindern einen an diesem oder jenem. oder die widrigen umstände hindern einen am glücklichsein. ist bei mir ja auch nicht anders. und natürlich sehr bequem. aber irgendwann muss man erkennen, dass das nur ausreden sind. weil entweder man wird aktiv - oder man bleibt eben in dem leben, das man sich ausgesucht hat. ausgesucht. detto das thema partnerschaft: ich persönlich hab mit leuten, die in ihrer beziehung langfristig und definitiv unglücklich sind, ja nicht wirklich mitleid. weil wenn sie dieses leben so nicht wollen, dann sollen sie es doch bitte ändern. dass das nicht leicht ist und nicht von heute auf morgen geht, ist auch klar. aber wenn der leidensdruck wirklich so groß ist, gibt es wohl nur zwei möglichkeiten: entweder man ändert die dinge oder zumindest seine einstellung zu den dingen - oder man bleibt unglücklich. irgendwann kommt der zeitpunkt, wo man diese sachen erkennen muss. bei mir ist er gottseidank schon da gewesen. wann auch immer. ich könnte jetzt nicht mehr sagen, wann genau. zumindest geistig war die erkenntnis da. wie man sie dann umsetzt, ist eine andere frage. und ob. wenn jemand das nicht tut, ists auch ok. solange er sich nicht bei anderen über sein "mieses" leben ausweint. so! ich geh jetzt schlafen! morgen ist tagwache um 6:30... </psychoquatsch ende>. ... 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alive
ich lebe noch. auch wenn es momente gibt, in denen ich gar nicht weiß, ob ich das überhaupt will. aber ist nun mal so, also sollte ich das beste daraus machen. by pan (25.10.19, 11:55)
ja dann tausch dich ma aus
hier is der böse wolf aber vergeß midlife eine alberne hülle für verblödunk übba blondinen unterhalteichmichnich by kleinwolferl (22.03.15, 21:44)
turning fourty
manchmal frage ich mich, ob es etwas mit den runden geburtstagen zu tun hat. midlife crisis oder so. das letzte mal als das thema akut war und ich beschlossen habe "jetzt oder nie", war ich 29... zehn jahre ist das jetzt her. und was ist in den letzten 10 jahren... by pan (22.03.15, 21:38)
1,70
ich mag meinen traum nicht begraben. ich weiß, ich habe derzeit ganz andere sorgen und sollte mich nicht an solchen "kleinigkeiten" aufhängen. aber für mich ist es halt keine kleinigkeit. für mich ist es - abgesehen von gesundheit natürlich - der einzige traum, den ich habe. und ich will ihn... by pan (31.07.14, 21:01)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen.
alles gute erstmal ;o)
ich weiss nicht mehr genau, ich hatte glaube die 1 vergessen. alles gute erstmal ;o) by don papp (02.07.14, 22:13)
liebe pan.
mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken.
ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet...
liebe pan. mit bedauern lese ich eine weile deine gedanken. ich hoffe so sehr, dass das leben sich in die richtung wendet die du erstrebst. das leben ist zu kurz um sich in unbill zu ergehen. lg ich glaube die alte "pan-box"geht nicht mehr... by don papp (02.07.14, 21:19)
leben
manchmal habe ich das gefühl, dass unser leben stehen geblieben ist während das von allen anderen weitergeht. es gibt momente, sehr kurze, aber doch, in denen ich mir denke, warum gerade wir? aber das ist natürlich die vollkommen falsche frage. und dass das alles ungerecht ist, braucht man sich auch... by pan (02.07.14, 20:40)
pension
heute wieder so eine absurde situation: mein chef, der uns eine viertelstunde lang vorjammert, dass wir, wenn wir in pension gehen, nur vierzig prozent unseres gehaltes bekommen werden. dass wir so arme schweine sind und dass wir es so beschissen erwischt haben. mein einziger gedanke war der, dass ich möchte, dass... by pan (02.07.14, 20:26)
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